Wagenheber ist gleich Wagenheber? Oder doch nicht?
Mit Wagenheber wissen Sie eigentlich was gemeint ist und bei längerem Überlegen kommen doch Zweifel auf, oder? Für die meisten Normalverbraucher ist ein Wagenheber das komplizierte Ding, das irgendwo im Auto beim Bordwerkzeug liegt und dem etwas sehr Negatives anhaftet im Sinne von «Pech gehabt, du hast einen Plattfuß, dann mal viel Spaß.» Der wohl bekannteste Wagenheber kommt bei der Formel 1 beim Boxenstopp zum Einsatz. Hier wird ein sackkarrenähnliches Hebegerät unter das Chassis gerollt um den Rennwagen anzuheben. Eine top routinierte Boxencrew schafft den Radwechsel in ungefähr 2 Sekunden, für 4 Räder bei jeweils 3 Mann pro Rad.
Doch im Zeitalter von Automobilclubs und 24 Stunden Werkstätten hat Bordwerkzeug oder vielleicht gar das Reserverad überlebt? Schwierig zu beantworten, aber der Wagenheber des Bordwerkzeugs ist tatsächlich nur ein Pannenhelfer und nur bedingt einsetzbar. Bei Schnee, Matsch oder unbefestigtem Untergrund ist ein professioneller Abschlepper der wohl bessere Wagenheber. Dieser gehört für viele in die Kategorie Werkzeug, von dem man sich wünscht, dass man es nie braucht. Denn im Falle eines Platten ist es zu spät sich mit der Funktionsweise und den unterschiedlichen Typen von Wagenhebern vertraut zu machen. Abhilfe kann dieser Artikel schaffen.
Wagenheber – Unterschiedliche Varianten
Ein Wagenheber ist schnell erklärt: es handelt sich um eine hydraulische Vorrichtung die unter ein Fahrzeug geschoben werden kann damit das KFZ hochgehoben werden kann. Einmal in die Höhe gewuchtet, kann man den Unterboden des Fahrzeugs zur Inspektion oder zwecks Reparaturen in Augenschein nehmen. Der häufigste Verwendungszweck von Wagenhebern ist der Radwechsel bzw. Arbeiten innerhalb des Radkastens wie beispielsweise Bremsen oder Stossfänger. Verfügt man nicht über eine Werkstattgrube, von der aus man den unteren Teil des Wagens erreichen kann bietet sich ein Wagenheber als echte Alternative an.
Varianten gibt es viele: Unterschiedliche Modelle funktionieren mittels Zahnstangenwinde oder Spindelwinde, es gibt Hydraulikheber und Rangierwagenheber, des Weiteren gibt es Scherenwagenheber, Luftkissen-Wagenheber oder auch Rollhebelwagenheber.
Die Benutzung eines Wagenhebers ist nicht ungefährlich; wird das Fahrzeug nur so hoch angehoben, damit Sie auf den Rücken liegend darunter kriechen können, ist es wichtig das Fahrzeug mit speziellen Böcken gegen das Herabsacken zu sichern. Der Boden an dem das Fahrzeug angehoben wird sollte ebenfalls massiv und nicht rutschig sein.